Der Zahn nervt

Kälte, Wärme, Druck, Bewegung – alles tut weh!

Ursache – Entzündung bis zum „Zahnnerven“
Karies hat das Zahnmark erreicht und das Gewebe im Zahn entzündet. Dann treten Schmerzen auf. Aber auch ein Trauma des Zahns, ein heftiger Stoß oder ein Unfall können das Endodont in Mitleidenschaft ziehen. Durch eine Infektion der Pulpa entsteht die Entzündung, die neben den Schmerzen unbehandelt auch zum Absterben des Pulpengewebes führt. Ist der „Zahnnerv“ abgestorben, klingen die Schmerzen ab, jedoch eine Behandlung wird unabdingbar.

Therapie – Wurzelkanalbehandlung
Wenn mit anderen Maßnahmen die Entzündung nicht beherrscht werden kann, bleibt noch die Wurzelkanalbehandlung. Das entzündlich veränderte Gewebe muss aus dem feinen Kanalsystem entfernt werden.

Wurzelbehandlung – letzte Möglichkeit den Zahn zu erhalten
Die Wurzelkanalbehandlung zielt darauf ab, sämtliches entzündliches Weichgewebe im Zahninneren bis zu den Wurzelspitzen zu entfernen. Durch diesen Eingriff wird versucht, den Zahn noch zu erhalten. Mit den heutigen technischen Möglichkeiten sind die Erfolgsaussichten gut.

Vorgehen – Behandlung in mehreren Schritten
Dank wirksamer lokaler Betäubung und schonender Techniken lassen sich Schmerzen während der Behandlung reduzieren. Die Wurzelbehandlung umfasst je nach Erkrankungsstadium mehrere Sitzungen.

  • Kariesbeseitigung
    Kariöses Zahngewebe wird entfernt und die Zahnkrone wird eröffnet, so dass man einen Zugang zum Wurzelkanalsystem findet.
  • Gewebeentfernung und Wurzelfüllung
    Ziel der Behandlung ist es, die erkrankte infizierte Zahnpulpa und die Bakterien aus dem Kanalsystem zu entfernen, so dass der Zahn anschließend mit einem speziellen Füllmaterial verschlossen werden kann.
    Mithilfe von kleinen, speziellen Feilen (hochwertige Nickel-Titan-Instrumente) wird das Zahninnere vorsichtig per Hand oder maschinell ausgeräumt und gleichzeitig die hauchfeinen Wurzelkanäle erweitert und das entzündliche Zahnbein entfernt. Im Verlauf einer Wurzelbehandlung werden zudem Röntgenaufnahmen angefertigt, um den Verlauf der Behandlung zu kontrollieren.
  • Wurzelkanalspülungen
    Wiederholtes Ausspülen des Kanalsystems mit desinfizierenden Mittel mit oder ohne physikalische Maßnahmen (Laser, Ultraschall) schwemmt die Erreger und das erkrankte Zahnmark heraus. Manchmal bedarf es einer desinfizierenden Einlage in den Zahn.
  • Versorgung
    Zum Abschluss erhält der Zahn eine neue Füllung. Oft muss er anschließend eine Krone erhalten.

Bezahlung – nicht immer Leistung der gesetzlichen Krankenkasse
Sie haben Anspruch auf diese Leistung. Wenn der Erfolg jedoch fraglich ist, bezahlt die Krankenkasse nicht. Mit einigen Maßnahmen lässt sich die Behandlung sicherer machen. Diese Leistungen zahlt die Krankenkasse ebenfalls nicht. Wir erklären die Zusammenhänge und die zusätzlichen Kosten. Sie sind überschaubar.

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